Designwirtschaft

Design steht für Gestaltung oder Formgebung, geht aber über die rein äußerliche Gestaltung hinaus und bezieht sich auch auf die Funktion eines Objekts und die Interaktion mit den Benutzer*innen. Wurde Design in der Vergangenheit eher als Feinschliff für ein fertiges Produkt verstanden, werden Designer*innen heute schon zu Beginn des Entwicklungsprozesses einbezogen. Gutes und ansprechendes Design ist ein entscheidender Faktor für Image, emotionale Bindung von Kund*innen und Unternehmenserfolg. Die Designwirtschaft hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition, etwa im Uhren- und Schmuckdesign. Die hohe Industriedichte macht das Land zu einem wichtigen Standort für Produktgestaltung und Kommunikationsdesign sowie industrienahe Dienstleistungen.

Zu den Teilbereichen der Designwirtschaft zählen:

  • Werbeagenturen
  • Herstellung von Schmuck-, Gold- und Silberschmiedwaren (ohne Fantasieschmuck)
  • Industrie-, Produkt- und Mode-Design
  • Büros für Innenarchitektur
  • Fotografie
  • Interior Design und Raumgestaltung
  • Grafik- und Kommunikationsdesign

Zur aktuellen Lage

Der Umsatz in der Designwirtschaft ging im Zuge der Pandemie leicht zurück. Die Krise traf vor allem selbstständige Designer*innen, da vielerorts Marketingbudgets gekürzt wurden. Während die Schmuck-Hersteller*innen mit den Einschränkungen im Einzelhandel zu kämpfen hatten, fehlten bei den Modedesigner*innen Akquisemöglichkeiten. Gleichzeitig reagierten zahlreiche Akteur*innen flexibel auf die Krise: Agenturen und Designbüros profitierten von zusätzlichen Aufträgen, richteten beispielsweise Tools für kollaboratives Arbeiten oder Online-Shops ein. (Quelle: Goldmedia)

Die Designwirtschaft in Baden-Württemberg

2,7
Mrd. Euro Umsatz (Stand: 2019)
6.860
Unternehmen (Stand: 2019)
24.732
Beschäftigte (Stand: 2021)

Alle auf dieser Plattform aufgeführte Zahlen basieren auf Angaben des Standortmonitors der Goldmedia GmbH

Institutionen und Links