Bei der Preisverleihung auf der Open-Air-Bühne des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart wurden im Rahmen des Ideenwettbewerbs „idee BW“sechs richtungsweisende Medienbildungsprojekte aus Bad Krozingen, Freiburg, Liebenau, Lörrach, Ludwigsburg und Mannheim ausgezeichnet.
Die in diesem Jahr prämierten Projekte reichen von einer crossmedialen Bibliotheksrallye bis zu Formaten, die analoge Kunst mit KI-gestütztem Storytelling verbinden. Weitere Projekte nutzen Gamification, entwickeln interaktive Theaterformate oder bieten ein Toolkit für Inklusion und Medienkompetenz. Alle Ansätze stärken die Fähigkeit, Medien kritisch zu nutzen.
Medienbildung mit Engagement und Wirkung
„Auch in der 13. Runde des Ideenwettbewerbs wurden wieder zahlreiche innovative und inspirierende medienpädagogische Projektideen eingereicht, die eindrucksvoll verdeutlichen, wie vielseitig und praxisnah Medienbildung heute gestaltet werden kann. Die prämierten Projekte stehen exemplarisch für das hohe Engagement und die Innovationskraft, mit der in Baden-Württemberg zukunftsweisende Medienprojekte entwickelt werden. Sie sollen zur Nachahmung anregen und eine Vielzahl an Menschen in Baden-Württemberg erreichen, mit dem Ziel deren Medienkompetenz zu verbessern“, erklärte Rudi Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund, anlässlich der Preisverleihung.
Die ausgezeichneten Projekte im Einzelnen
Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Freiburg: „Echt jetzt? Wie du Fakes von Fakten unterscheidest“ – Schülerinnen und Schüler lösen in der Bibliothek Rätsel und erwerben über analoge und digitale Zugänge – u. a. bei der Recherche von Quellen oder beim Umgang mit Text und Bild – Kompetenzen im Umgang mit Desinformation.
FB Mediathek & Veranstaltungsmanagement, Bad Krozingen: „MedienMosaik – Kreativ.Digital.Gemeinsam“ – Das Projekt verbindet analoge Kunst mit digitalen Geschichten, KI und interaktiven QR-Codes. Es schafft ein innovatives, öffentlich zugängliches Wandbild als Modell für kulturelle und demokratische Teilhabe.
Kokolores Creative Collective e.V., Ludwigsburg: „White Hats & Dark Patterns“ – Das multimediale Projekt klärt auf, wo Gamification im Alltag zu finden ist und wie die Mechaniken wirken, manipulieren oder motivieren. Es befähigt, konsumierte Medien und darin angewandte Techniken kritisch zu hinterfragen.
Theater tempus fugit e.V., Lörrach: „MitStimmen“ – Das interaktive Theaterstück basiert auf der Inszenierung „Animal Farm“ von George Orwell, mit aktuellem Themenbezug: Gegner und Befürworter eines Verbots sozialer Medien treten gegeneinander an und Schülerinnen und Schüler erleben, wie Manipulation wirken kann, aber auch die positiven Seiten digitaler Medien.
Liebenau Berufsbildungswerk gGmbH, Liebenau: „Digitale Chronisten – Unsere Stimme, unsere Geschichten“ – Das Projekt befähigt junge Menschen mit Behinderungen und sozialen Herausforderungen dazu, ihre eigenen Geschichten mit digitalen und KI-gestützten Werkzeugen zu erzählen und stärkt Inklusion, Medienkompetenz und gesellschaftliche Teilhabe.
Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e.V., Mannheim: „Demokratieförderung im digitalen Alltag“ – Das Projekt stärkt Jugendliche, fördert ihre interreligiöse Kompetenz und ermutigt sie, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Die Jugendlichen setzen sich kritisch mit Fake News auseinander, trainieren Quellenkritik und reflektieren ihre Meinungsbildung. Sie erproben digitale Demokratie und lernen, eigene Workshops zu gestalten.






