Keine Angst vorm Digitalen: Museen aus Baden-Württemberg präsentieren neue Angebote

• Im MFG-Coachingprogramm „Museen im Wandel II“ entwickelten vier mittelgroße Museen publikumsorientierte digitale Angebote

• Beim Online-Abschlussevent am 18. Mai 2021 stellen Teilnehmer*innen Ergebnisse vor und teilen ihre Erfahrungen

• Impulsvortrag der Kunstvermittlerin und Autorin Anke von Heyl: „Publikumsorientierung in Zeiten der Digitalität“

Digitale Angebote für Besucher*innen sind für Museen nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie wichtig – mit den anhaltenden Schließungen aber notwendiger denn je. Gerade kleine und mittelgroße Museen stoßen bei ihren Digitalisierungsbemühungen oftmals aufgrund geringer finanzieller, zeitlicher und personeller Kapazitäten an ihre Grenzen. Neben der Förderung der baden-württembergischen Landesmuseen stehen folglich auch die zahlreichen nichtstaatlichen Museen im Fokus des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Im Auftrag des Ministeriums begleitete die MFG Baden-Württemberg daher vier mittelgroße Museen bei der Entwicklung und Umsetzung publikumsorientierter digitaler Angebote.

Die MFG Baden-Württemberg unterstützte diese Museen ein Jahr lang im Rahmen des Coachingprogramms „Museen im Wandel II“ mit Workshops, Online-Seminaren und Coachings. Entstanden sind vier völlig unterschiedliche Angebote: eine interaktive Lern-App für den Einsatz im Klassenzimmer, ein digitales Erlebnisbuch für den Familienbesuch, eine AR-Anwendung, die Zeitreisen möglich macht, und eine Videoreihe zum Marketing von Ausstellungen.

Online-Abschlussevent gibt Einblick in die Projekte

Vor welchen Herausforderungen standen die Museen? Welche Erfahrungswerte sammelten sie, und wie geht es nach Abschluss des Programms weiter? Der Online-Abschlussevent „Keine Angst vorm Digitalen!“ am 18. Mai 2021 von 9.30 bis 15.30 Uhr gibt Einblicke in die Projektentwicklung, die Herausforderungen und die Ergebnisse.

„Mit dem Förderprogramm ‚Museen im Wandel‘ unterstützt das Land gezielt kleine und mittelgroße Museen dabei, den digitalen Wandel in ihren Häusern voranzutreiben“, erklärt Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. „Die Ergebnisse der aktuellen Projektrunde zeigen eindrucksvoll, wie Häuser mit wenigen Ressourcen digitale Angebote nachhaltig entwickeln und Inhalte sinnvoll erfahrbar machen können. Mit der MFG Baden-Württemberg haben diese Häuser eine starke und kompetente Partnerin an ihrer Seite.“

„Die beteiligten Museen erhielten von der MFG individuell konzipierte Coachings, Workshops mit Expert*innen und Möglichkeiten zur Vernetzung sowie einen Projekt-Zuschuss von jeweils 10.000 Euro “, ergänzt Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg.

Impulsvortrag von Kunstvermittlerin Anke von Heyl

Der digitale Wandel ist aus unterschiedlicher Perspektive eine Herausforderung aber auch eine große Chance für die Rolle, die Museen zukünftig in der Gesellschaft einnehmen wollen und können. Anke von Heyl gibt in ihrem Impulsvortrag zum Thema „Publikumsorientierung in Zeiten der Digitalität“ bei dem Abschlussevent Input dazu, wie kleinere und mittlere Museen den Wandel gestalten und welche Learnings sie daraus mitnehmen können. Am Nachmittag finden drei interaktive Impuls-Sessions statt.

Zum Online-Abschlussevent ist eine kostenlose Anmeldung erforderlich: kreativ.mfg.de/miwii-abschluss

Die Projekte von „Museen im Wandel II“ im Überblick:

  • Forscherfabrik Schorndorf: Digital im Klassenzimmer

Eine App für Grundschulen ermöglicht die individuelle, interaktive und kreative Auseinandersetzung mit einem MINT-Thema im Klassenzimmer

  • Freilichtmuseum Beuren: Unterwegs im Museumsdorf – Dein Erlebnisbuch

Beim Besuch im Familienverband gestalten Kinder ein individuelles Buch zu ihrem Museumsbesuch

  • Museum Humpis-Quartier aus Ravensburg: Entstehung eines neuen Zeitfensters

Der "Blaue Erker" in der repräsentativen Bohlenstube der Familie Humpis wird mit Hilfe von Augmented Reality neu erfahrbar gemacht.

  • Museum Ritter: Kunst bewegt im Quadrat

Kurzweilige, informative und unterhaltsame Videos mit einem klar wiedererkennbaren Design für Website und Social Media

Weiterführende Links

kreativ.mfg.de/miwii-abschluss 
kreativ.mfg.de/digitale-kultur

Kostenlose Anmeldung zum Event: 
kreativ.mfg.de/miwii-abschluss

Über Museen im Wandel II
Mit dem Coachingprogramm „Museen im Wandel II“ unterstützt die MFG Baden-Württemberg nichtstaatliche Museen in kleinen und mittelgroßen Städten dabei, publikumsorientierte digitale Angebote zu entwickeln und umzusetzen. Dabei liegt der Fokus auf der schnellen Anwendung in der Praxis. Gefragt sind digitale Maßnahmen, die bestehende Sammlungen, aktuelle Ausstellungen oder geplante Initiativen zielgerichtet und nachhaltig ergänzen, beispielsweise digital gestützte Kommunikationsaktivitäten, digitale Vermittlungsprogramme oder Ausstellungserweiterungen im digitalen Raum.

Über die MFG Baden-Württemberg
Die MFG Medien- und Filmgesellschaft ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks. Aufgabe der MFG ist die Förderung der Filmkultur und -wirtschaft und der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit bedarfsorientierten Programmen und Projekten unterstützt die MFG Baden-Württemberg in ihrem Geschäftsbereich „MFG Kreativ“ Kultur- und Kreativschaffende im Südwesten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Vernetzungs- und Vermittlungsaktivitäten sowie im Kompetenzfeld Digitale Kultur.

Kontakt

 Luisa Blendinger
Luisa Blendinger

Projektleiterin Digitale Kultur

Unit Medienprojekte und Services

 Bernd Hertl
Bernd Hertl

Leiter Stabsstelle Kommunikation / Marketing

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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