Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Forschungsprogramm geht in die vierte Runde

Das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm unterstützt Forscher an HAWs in Baden-Württemberg mit bis zu 70.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 4. Dezember 2014.

Zum vierten Mal schreibt die MFG Stiftung das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm aus, das auf anwendungsorientierte Wissenschaftler zugeschnitten ist. Beauftragt werden innovative Forschungsarbeiten mit Relevanz für die Kultur- und Kreativwirtschaft, insbesondere solche, die auf Informations- und Kommunikationstechnologien zurückgreifen. Das Programm richtet sich an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften genauso wie technische Fachrichtungen und interdisziplinäre Vorhaben. Projekte von bis zu zwei Jahren Dauer werden mit maximal 70.000 Euro unterstützt.

Es ist noch nicht so lange her, da bauten Architekten Modelle aus Holz und Designer bastelten ihre Entwürfe mit Schere und Papier. Inzwischen geschieht das weitgehend digital. Allerdings mögen es viele Kunden, wenn sie Dinge anfassen können; der Wert des Haptischen ist nicht zu unterschätzen. Hier kommt der 3D-Druck ins Spiel, der Visualisierungen am Rechner über Nacht Realität werden lässt.

Diese nützliche Technologie will ein Forschungsteam der Hochschule Offenburg für Kreativschaffende besser erschließen. Im Projekt „Digital Manufacturing für die Kreativwirtschaft“ – kurz DiMa – entwickeln Prof. Stefan Junk und sein Team ein Software-Tool, mit dem Kreativunternehmen unkompliziert das passende Druckverfahren auswählen können. DiMa ist eins von drei anwendungsnahen Forschungsprojekten, die das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm (KSF) aktuell unterstützt. „Ohne das KSF hätten wir in deutlich geringerem Umfang an dem Thema arbeiten können“, resümiert Junk. „Außerdem hat uns die MFG Stiftung durch ihre weiterführenden Angebote so manche Türe geöffnet.“

Für Hochschulen mit starkem Praxisbezug

Jetzt schreibt die MFG Stiftung Baden-Württemberg das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm erneut aus. Bis zum 4. Dezember 2014 können Forscher ihre Projektskizzen einreichen und bis zu 70.000 Euro erhalten. Das Programm richtet sich an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) im Land sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und die Filmakademie Baden-Württemberg.

Ziel ist auch, dass die Hochschulen ihr Profil im Forschungsbereich weiter schärfen. An Fachrichtungen sind Wirtschafts- und Sozialwissenschaften genauso erwünscht wie technische Disziplinen oder interdisziplinäre Fragestellungen. Wichtig ist, dass das Forschungsprojekt einen Bezug zur Kultur- und Kreativwirtschaft hat – und idealerweise die Informations- und Kommunikationstechnologien berücksichtigt.

Entscheidend: Forschungsdesign und Praxisnähe

Ein sechsköpfiger Beirat mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt die MFG Stiftung bei der Auswahl der Forschungsarbeiten, die dann ab dem Frühjahr 2015 umgesetzt werden. Bewertet werden Innovationsgehalt, Lösungskompetenz, Praxisbezug und regionale Bedeutung. Es geht also nicht nur um die Qualität von Zielsetzung und Forschungsdesign, sondern auch um die praktische Umsetzung und den Wert für die Anwender und das Land. Zur Bewerbung gehören ein Antragsformular und eine aussagekräftige Projektskizze. Interessierte Forscher finden die Ausschreibungsunterlagen unter stiftung.mfg.de

2014 geht das KSF bereits in die vierte Runde. Fünf Forschungsprojekte wurden bisher erfolgreich abgeschlossen, die Ergebnisse werden in der Publikation Technologien für digitale Innovationen (Springer VS-Verlag) vorgestellt. Neben DiMa laufen derzeit noch die Projekte „Open Film Tools“ an der Hochschule der Medien Stuttgart und „Ma-x-RM – Managementkonzept für Anything Relationship Management“ an der Hochschule Pforzheim. Weitere Informationen zu den KSF-Projekten gibt es online.

Weiterführende Links:

karl-steinbuch-forschungsprogramm.de

stiftung.mfg.de/de/forschungsforderung/ausschreibung

Über das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm

Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm unterstützt die MFG Stiftung Wissenschaftler dabei, sich gezielt mit anwendungsnahen Forschungsfragen mit Bezug zur Kreativwirtschaft zu beschäftigen, die Innovationen aus dem ITK-Sektor berücksichtigen. Bewerben können sich Forscher, die an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, der DHBW und der Filmakademie Baden-Württemberg tätig sind. Die Projekte erhalten maximal 70.000 Euro. Insgesamt stellt das Land der MFG Stiftung bis 2015 aus Mitteln der Zukunftsoffensive III 900.000 Euro zur Verfügung.

Über die MFG Stiftung Baden-Württemberg

Die MFG Stiftung wurde 2003 ins Leben gerufen. Ziel ist Aus- und Weiterbildung sowie Förderung von Kunst, Kreativität und Kultur. Schwerpunkte sind Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medien, IT und Film im Rahmen eigener Projekte. Die MFG Stiftung fördert innovative Projekte und Forschungsaktivitäten durch Studien, Stipendienprogramme sowie Wettbewerbe. Darüber hinaus bietet sie neue Fort- und Weiterbildungsangebote an und vernetzt Akteure im Bildungs- und Forschungsbereich.

Ansprechpartner

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

Ines Goldberg
Ines Goldberg

Referentin PR / Kommunikation

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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