Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Offene Kultur auf Erfolgskurs im Südwesten

Mit einem Workshop-Programm für Kultureinrichtungen geht die Initiative „Open Culture BW meets VR“ der MFG Baden-Württemberg in die nächste Runde

Mit der Initiative „Open Culture BW meets VR“ macht die MFG Baden-Württemberg auf das Potenzial von offenen Kulturdaten aufmerksam und ermutigt zur Nutzung digitalisierter Kulturschätze. Sie bringt Kultur- und Gedächtniseinrichtungen mit Studierenden aus dem medientechnischen Bereich zusammen, um neue Formate der Wissensvermittlung zu entwickeln. Am 8. April ist das neue Workshop-Programm gestartet, das ganz im Zeichen virtueller Technologien steht. Finanziert wird die Initiative aus der VR-Offensive des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. 

Unveröffentlichte Fotografien, Tonaufnahmen von Zeitzeug*innen, historische Landkarten, Reiseberichte, inzwischen auch 3D-Scans und Digitalisate wertvoller Manuskripte – in Museen, Bibliotheken und Archiven schlummern oft Schätze an Kulturdaten. Aber wie lassen sich diese Schätze heben und der Öffentlichkeit zeigen? Kultureinrichtungen, die ihre digitalen Bestände öffnen wollen, haben es nicht leicht – auch weil sich die Entwickler*innen digitaler Formate in anderen Welten bewegen. Deshalb bringt die MFG Baden-Württemberg mit ihrer Initiative „Open Culture BW“ Kultureinrichtungen mit Studierenden zusammen – in der aktuellen Runde mit dem Schwerpunkt Virtual Reality.

 „Virtuelle Technologien eröffnen neue Wege, um Kulturgüter zugänglich zu machen – und sogar hautnah zu erleben. Gerade im Kulturbereich profitieren wir enorm von lebendigen Vermittlungsformaten, die Zugänge erleichtern und auch jüngere Zielgruppen ansprechen“, sagt Staatssekretärin Petra Olschowski, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Kunstministerium finanziert „Open Culture BW“ bereits in der dritten Runde, der diesjährige Virtual-Reality-Schwerpunkt ist eingebettet in die VR-Offensive des Ministeriums.

Erfolgreicher Programmstart mit VR-Techniktour

„Die Initiative ‚Open Culture BW meets VR‘ unterstützt baden-württembergische Museen darin, das Potenzial ihrer digitalisierten Kulturschätze zu nutzen“, so Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. „Wir freuen uns, dass auch in der dritten Projektrunde reges Interesse an unserem Angebot und den neuen technologischen Entwicklungen besteht.“

Los ging es mit der VR-Techniktour für Kultur- und Gedächtniseinrichtungen am 8. April, die an drei Stationen in Stuttgart verschiedene Spielarten virtueller Technologien vermittelte. Mit dabei waren elf Kultur- und Gedächtniseinrichtungen aus ganz Baden-Württemberg, die gemeinsam in virtuelle Realitäten eintauchten.

„Vom Consumer-Produkt bis hin zum wissenschaftlichen Visualisierungslabor haben wir an einem Tag ganz unterschiedliche Technologien kennengelernt und ausprobiert“, erzählt Nina Schmidt vom Linden-Museum Stuttgart. „Durch das Eintauchen in die faszinierenden virtuellen Realitäten haben wir einen guten Überblick über die Einsatzmöglichkeiten bekommen und können nun Ideen sammeln, was für uns infrage kommt.“

Nächste Schritte: Wissensvermittlung, Datenauswahl, Konzeption

Die Tour bildet den Auftakt des Workshop-Programms von „Open Culture BW meets VR“. Im nächsten Workshop Ende Mai geht es um Wissensvermittlung im Kulturbereich mittels virtueller Realitäten. Im Juli steht die Auswahl und Aufarbeitung von Daten im Mittelpunkt, bevor im Oktober ein Konzeptionsworkshop mit ausgewählten Einrichtungen und Studierenden aus dem medientechnischen Bereich stattfindet, um gemeinsam Prototypen für Anwendungen zu konzipieren. Die Prototypen werden mit den Studierenden über ein Semester hinweg weiterentwickelt und im Zuge eines Hackathons 2020 umgesetzt.

Weiterführende Links 

bit.ly/OpenCulture_Programm  
bit.ly/Fotos_OpenCulture

Über Open Culture BW

Mit „Open Culture BW“ engagiert sich die MFG Baden-Württemberg für Kulturinstitutionen aus dem GLAM-Bereich: Galleries, Libraries, Archives, Museums. Sie ermutigt GLAM-Institutionen dazu, ihre Daten offen zugänglich zu machen und mit Hilfe der Kreativwirtschaft neue Formate zu entwickeln. Ziel ist es, neue Formen der Wissensvermittlung im Ausstellungskontext zu erproben. Unterstützt wird die Initiative vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Über die MFG Baden-Württemberg

Die MFG Medien- und Filmgesellschaft ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks. Aufgabe der MFG ist die Förderung der Filmkultur und -wirtschaft und der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit bedarfsorientierten Programmen und Projekten unterstützt die MFG Baden-Württemberg in ihrem Geschäftsbereich „MFG Kreativ“ Kultur- und Kreativschaffende im Südwesten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Vernetzungs- und Vermittlungsaktivitäten sowie im Kompetenzfeld Digitale Kultur.
 

Kontakt

 Annekatrin Baumann
Annekatrin Baumann

Projektleiterin Open Culture

Unit Medienprojekte und Services

Ines Goldberg
Ines Goldberg

Referentin PR / Kommunikation

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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