Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Spannender Weg

Transportvermittlung für die Hosentasche: Die BW Goes Mobile Gewinner „Movemates“ helfen bei der Suche nach dem perfekten Transportunternehmen.

Mit BW Goes Mobile unterstützt die MFG 2017 zum sechsten Mal die Umsetzung vielversprechender mobiler Ideen. Der Wettbewerb hat in diesem Jahr die Themenschwerpunkte Mobilität, Kultur und Information. In diesen drei Kategorien haben sich kreative Köpfe aus Baden-Württemberg mit über 50 Projektideen beworben – seit Februar stehen die Gewinner fest: für Mobilität das Projekt Movemates, für Kultur das Projekt Poe und für Information das Projekt docCase. Die drei Teams erhalten während einer halbjährigen Umsetzungsphase ihrer mobilen Projekte gestaffelt jeweils 10.000 Euro Preisgeld, einen Mentor und Coachings.

Hinter Movemates, dem Gewinnerprojekt der Kategorie Mobilität, stecken Philip John Mordecai, Konstantin Singer, Silvan Dähn und Paul Heidicker. Als Mentor steht dem Team Lutz Engel zur Seite, Experte für Bildung, Gesellschaft und Digitalisierung bei e-mobil BW. Das Gewinnerteam Movemates berichtet im Interview von seinem Eindruck der ersten BW-Goes-Mobile-Halbzeit, was bisher erreicht wurde und was in den kommenden Monaten noch ansteht.

Worum geht es bei eurer Idee für BW Goes Mobile?

Movemates erleichtert den Transport sämtlicher unhandlicher Gegenstände im städtischen Raum. Sei es ein Fund bei Ebay-Kleinanzeigen, ein innerstädtischer Umzug oder eine Möbelspende – wir verbinden Personen, die Hilfe beim Transport brauchen, mit lokalen Transportunternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei unsere (Mobile- und Web-)App, die mit einem Matching-Algorithmus flexibel, schnell und preislich transparent den passenden Anbieter für den Endnutzer findet. Neben Einzelpersonen profitieren von unserer Lösung vor allem Unternehmen, die über unser Netzwerk auf Logistiker zurückgreifen können, um „just in time“ Gegenstände zu transportieren.

Wie beurteilt ihr die erste Halbzeit der Umsetzungsphase?

BW Goes Mobile ist für uns ein zusätzlicher Motivationsschub und zeigt uns, dass wir mit Movemates ein reales Problem lösen. Die Einladung zum 1st BMVI Startup-Pitch durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bestätigte diesen Eindruck.

Wie kamt ihr mit der App Movemates voran?

Mit der technischen Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Wir konnten das Back-End expansionsgerecht neu gestalten und die Benutzeroberfläche für die Apps entwickeln. Außerdem freut es uns, dass sich bereits erste Konzerne gemeldet haben, die an unserer Lösung für den internen Einsatz interessiert sind.

Welche Hürden oder Probleme ergaben sich in der ersten Halbzeit für euch und wie habt ihr diese gemeistert?

Unser Team arbeitet gerade räumlich getrennt in Stuttgart und Berlin. Vor allem bei Kreativmeetings ist es notwendig, am selben Ort zu sein. Mit unserem Preisgeld konnten wir uns häufiger für gemeinsame Arbeitszeiten treffen und damit unsere Produktivität wesentlich steigern.

Beschreibt einmal euren derzeitigen Arbeitsalltag!

Mit Movemates können wir leider noch nicht unseren Lebensunterhalt sichern, weshalb die Arbeitstage sehr unterschiedlich aussehen: Wir nutzen jede freie Minute, um Movemates voranzubringen und treffen uns mehrmals im Monat. Die wichtigsten To-dos stimmen wir täglich ab.

Eure größte Erkenntnis aus dem Workshop-Programm?

Der Mobile Marketing Workshop von Sebastian Knopp im August hat uns wertvolle Strategien vermittelt, die wir auf jeden Fall in unsere App integrieren werden: Sebastian Knopp hat uns erklärt, wie wir mit Facebook Mobile Analytics wichtige Kennzahlen über unsere Nutzer und deren Nutzung unserer App gewinnen und wie wir mit diesen Daten neue Nutzer mittels Werbekampagnen in sozialen Netzwerken erreichen können.

Welchen Input hat euch euer Mentor Lutz Engel gegeben?

Movemates: Mit Lutz Engel führen wir intensive Telefonate. Er hat uns von Anfang an ermutigt, uns für Unternehmen zu öffnen und die App noch stärker auf deren Bedürfnisse auszurichten. Das zahlt sich bereits jetzt aus: Im Gespräch mit mehreren Industrieunternehmern beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur konnten wir ernsthaftes Interesse wecken und fühlen uns auf dem B2B-Weg bestätigt.

Was wollt ihr bis zum Ende der Umsetzungsphase erreicht haben?

Unser wichtigstes Ziel ist es, die Mobile- und Web-App für unsere Endkunden auf den Markt zu bringen. Die technischen Grundlagen und technischen Prozesse hierfür haben wir von Grund auf überarbeitet und an eine potenziell steigende Nutzerzahl angepasst. Außerdem sind wir dabei, eine native Android-App für unsere Logistik-Partner zu entwickeln. Die App gibt den Transportunternehmen die technischen Möglichkeiten, die sonst nur große Speditionen zu hohen Kosten haben: beispielsweise Touren- und Routenplanung, lückenloses Live-Tracking oder computergestütztes Disponieren.

Und eure Wünsche für Movemates in drei Jahren?

Unser Ziel ist es, mit Movemates einer der wichtigsten Player im Bereich der urbanen Logistik zu werden und rentabel zu wirtschaften.

Mehr Infos:

Movemates

Ansprechpartner

 Mira Kleine
Mira Kleine

Projektleiterin Unternehmerisches Handeln

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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