Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Quo vadis Kreativwirtschaft?

Nach sieben Jahren Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm präsentiert die MFG Stiftung anwendungsorientierte Forschungsergebnisse, von denen vor allem die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg profitieren kann

Am 27. November 2018 fand der letzte Diskussionsabend der Veranstaltungsreihe „Welten verbinden“ zum Abschluss des Karl-Steinbuch-Forschungsprogramms statt. Über 100 Forschende und Kreative diskutierten ausgewählte Forschungsergebnisse mit Blick auf die Zukunft der Kreativwirtschaft im digitalen Zeitalter. Mit dem Programm unterstützte die MFG Stiftung innovative Forschungsarbeiten an den baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, den Akademien sowie der Dualen Hochschule. Das Programm wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert. 

Eine Million Euro Forschungsgelder für 15 Forschungsprojekte an zehn Hochschulen in ganz Baden-Württemberg: Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm hat die MFG Stiftung in den letzten sieben Jahren die anwendungsorientierte Forschung im Land nach vorne gebracht. Bei der Veranstaltungsreihe „Welten verbinden“ zum Abschluss des Programms wurden zentrale Ergebnisse vorgestellt und diskutiert – insbesondere mit Anwendern aus der Kultur- und Kreativwirtschaft.

„Angewandte Forschung trägt entscheidend zur Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs bei“, betont Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst. „Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bieten eine praxisnahe Ausbildung, forschen problemorientiert und sind mit den Unternehmen in der Region vernetzt – damit sind sie zentral für den Wissenstransfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft.“ Das Wissenschaftsministerium stellte aus der Zukunftsoffensive III des Landes insgesamt über eine Million Euro für das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm bereit.

„Insgesamt haben wir 15 innovative Forschungsarbeiten mit jeweils bis zu 70.000 Euro gefördert, um Zukunftsfragen wie die Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt oder neue Wege der Interaktion in virtuellen Umgebungen zu erforschen“, sagt Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. 

Wenn die Kreativwirtschaft Fenster in die Zukunft öffnet

Vor den Themenabenden lud die MFG zum Speed-Dating ein. Bei „Forschende und Kreative schnell vernetzt” stand das blitzlichtartige Kennenlernen von Wissenschaftlern und Anwendern im Mittelpunkt. Im Schnelldurchlauf konnten die Teilnehmenden zu digital-kreativen Trendthemen unkompliziert Kontakte knüpfen, Kooperationen anbahnen und Forschungsfelder abstecken. Das Angebot stieß auf große Resonanz und war zuletzt ausgebucht. „Die MFG nimmt dies als Zeichen von großem Vernetzungs- und Kooperationsbedarf von Forschenden und Kreativen“, so Prof. Bergengruen.  

„Digitalisierung: Wohin geht die Reise für die Kultur- und Kreativwirtschaft“ war dann auch das Motto des letzten Diskussionsabends am 27. November 2018 im Stuttgarter Literaturhaus. Beim Abschlussevent der Reihe „Welten verbinden“ kamen über 100 Forschende und Kreativschaffende zusammen, darunter Prof. Dr. Dieter Hertweck vom Herman Hollerith Zentrum der Hochschule Reutlingen, dessen Projekt KonfIT-SSC als erstes im Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm 2011 beauftragt wurde.

„In zweijähriger Forschungsarbeit haben wir eine Assistenz-Software geschaffen, mit der kleine Kreativunternehmen ihren IT-Bedarf analysieren, in IT-gerechter Sprache formulieren und so passende Dienstleister finden können“, berichtet Hertweck. „Daraus entstand die Idee zum EU-Projekt DIGITRANS, in dem wir KMU mit Innovationsmethoden bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle unterstützen. Und gerade haben wir den Zuschlag vom Land erhalten, einen von zehn regionalen Digital Hubs aufzubauen. All das hat das Karl-Steinbuch-Forschungsproramm ins Rollen gebracht."

Um sicherzustellen, dass anwendungsnahe Forschung für die Kultur- und Kreativwirtschaft auch nach Abschluss des Programms weite Kreise zieht, publiziert die MFG alle Forschungsergebnisse in einer Berichtsreihe. Die „Berichte aus dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm“ sind auch online verfügbar: stiftung.mfg.de/ksf-berichtsreihe

Weiterführende Links 

stiftung.mfg.de
bit.ly/Fotos_Welten_verbinden

Über das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm

Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm unterstützte die MFG Stiftung Baden-Württemberg seit 2011 besonders innovative Forschungsarbeiten an baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, an der Dualen Hochschule und an den Akademien des Landes. In fünf Ausschreibungsrunden (2011 bis 2016) wurden Projekte mit einer Laufzeit von ein bis zwei Jahren umgesetzt. Das Programm wurde aus Mitteln der Zukunftsoffensive III des Landes Baden-Württemberg finanziert.

Über die MFG Baden-Württemberg

Die MFG Medien- und Filmgesellschaft ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks. Aufgabe der MFG ist die Förderung der Filmkultur und -wirtschaft und der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit bedarfsorientierten Programmen und Projekten unterstützt die MFG Baden-Württemberg in ihrem Geschäftsbereich „MFG Kreativ“ Kultur- und Kreativschaffende im Südwesten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Vernetzungs- und Vermittlungsaktivitäten sowie im Kompetenzfeld Digitale Kultur.
 

Ansprechpartner

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

Ines Goldberg
Ines Goldberg

Referentin PR / Kommunikation

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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