Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Ist die Frage nach Original und Kopie bald überholt?

Die Reihe „Welten verbinden“ ist erfolgreich angelaufen. Der nächste Diskussionsabend bringt am 10. Oktober Forschende und Kreative im Stuttgarter Literaturhaus zusammen

Gesprächspartner beim Speed-Dating
Verlief in angenehmer Atmosphäre: das Speed-Dating | Bild: MFG Stiftung / Dobner

Wischen und ziehen statt klicken und scrollen? Bei der Auftaktveranstaltung der Reihe „Welten verbinden“ zum Abschluss des Karl-Steinbuch-Forschungsprogramms wurde die Bedeutung physischer Produkte in einer zunehmend digitalisierten Welt diskutiert, angestoßen durch die Anwenderstimme Prof. Eckart Köhne vom Badischen Landesmuseum. Rund 40 Forschende und Kreative kamen am 18. September 2018 auf Einladung der MFG Stiftung im Gutbrod Stuttgart zusammen.

Kümmert sich die nächste Generation überhaupt noch darum, was Original ist und was Kopie? Oder wird diese Frage in naher Zukunft überholt sein? Aktuell beschäftigt sie die Kulturszene durchaus. Zum Beispiel bei der Herausforderung, das wortwörtliche Begreifen von Ausstellungsstücken im Museum zu ermöglichen, etwa das Berühren steinzeitlicher Werkzeuge. Das Badische Landesmuseum visiert reale Expotheken an, in denen der Besucher zum Nutzer wird, die Artefakte tatsächlich anfassen darf und so die Schwere und Haptik der Gegenstände erfahren kann. Ob Kopien hier „erlaubt“ sind? 

Virtuelle Realität als mögliche Lösung

Auch virtuelle Anwendungen bieten einen Mehrwert. Mit sinnvollen Ergänzungen aus dem Bereich Virtual und Augmented Reality wird in Museen vielerorts schon experimentiert. Diese Technologie setzt das Exponat in einen bestimmten Kontext und erleichtert so das Begreifen des Ausstellungsstücks. Interessanter, als den Grad der realitätsgetreuen Nachbildung weiter zu erhöhen, wäre aus Sicht Prof. Köhnes, eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Gestaltung von AR/VR anzustoßen. Eine Anregung, die der eine oder andere Forschende sicherlich mitgenommen hat.

Bevor es bei der Diskussion zur Sache ging, stimmte ein nachmittägliches Speed-Dating auf den Abend ein. In entspannter Atmosphäre lernten sich 14 Teilnehmer – überwiegend Kultur- und Kreativschaffende – in neun Runden blitzlichtartig kennen. Bei den „Dates“ stellten sich beide Gesprächspartner je zwei Minuten lang vor und hatten dann nochmals zwei Minuten Zeit, um  potenzielle Kooperationen auszuloten  sowie Kontakte und/oder hilfreichen Infos auszutauschen.

Weiter geht es es am 10. Oktober, beim nächsten (oft nachgefragten) Speed-Dating und anschließendem Diskussionsabend zum Thema „Gemeinsam im Dschungel technischer Möglichkeiten“, diesmal im Stuttgarter Literaturhaus.

Quelle: MFG Stiftung

Mehr Infos:

Programm „Welten verbinden“
Speed-Dating am 10. Oktober
Kreative und Forschende: Gemeinsam im Dschungel technischer Möglichkeiten
Speed-Dating am 27. November
Digitalisierung: Wohin geht die Reise für die Kultur- und Kreativwirtschaft?

Ansprechpartner

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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