Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Sense Trans Techno denkt Mobile weiter

Im Interview erzählt BW Goes Mobile-Gewinner Jan Cafuk von neu gewagten Schritten in der Projektphase

Mentorin Christine Diller, Jan Cafuk und Manuel Hottmann (v.l.n.r.). Für mehr Bilder klicken! | Bild: MFG Baden-Württemberg/Kleine
Trans Media Brick von Sense Trans Techno
Der Trans Media Brick | Bild: Sense Trans Techno
Das Team von Sense Trans Techno sitzend neben dem Trans Media Brick
Sense Trans Techno neben ihrem Trans Media Brick | Bild: Sense Trans Techno
Manuel Hottmann und Jan Cafuk von Sense Trans Techno
Manuel Hottman und Jan Cafuk (v.l.n.r.) | Bild: Sense Trans Techno
Jan Cafuk stehend neben dem Trans Media Brick
Jan Cafuk vor dem Trans Media Brick | Bild: Sense Trans Techno

Unter den fünf Gewinnerteams von BW Goes Mobile 2018 sind Sense Trans Techno gewiss das visionärste. Die drei Stuttgarter Industriedesigner Jan Cafuk, Manuel Hottmann und Max Hans sind mit drei bereits fertigen Objekten in den MFG-Ideenwettbewerb gegangen. Die Liquid Lens ist eine Kamera, die das menschliche Sehen imitiert, das Digital Eye löst die Augen vom menschlichen Körper und mit United Reality haben die drei Industriedesigner nicht weniger als das weltweit erste begehbare Augmented-Reality-Device geschaffen.

Sie haben das getan, um die menschliche Wahrnehmung der Umwelt zu verändern. Konkret anwenden kann man die Devices beispielsweise im Theater, auch Fotografen können sie benutzen. Aber nicht nur Künstler, sondern auch private Konsumenten können solche Objekte einsetzen, glauben Jan Cafuk und sein Team. Im Interview erklärt er, wie sie während BW Goes Mobile der Marktreife nähergekommen sind.

 

Jan, woran habt ihr im Rahmen von BW Goes Mobile in den letzten Monaten gearbeitet?

Wir haben einen Schritt in die Theater- und Performancewelt gewagt. Konkret haben wir als viertes und neues Objekt den Trans Media Brick für darstellende Künstler entwickelt und in einer Produktion erprobt. Derzeit experimentieren wir mit einer weiteren Theatergruppe an neuen Erfahrungen mit unserem Trans Media Brick. Den kann man sich wie eine Art Gehäuse vorstellen, in das Künstler jede Art von Medium einbauen können - etwa Kameras, Beamer oder Laptops.

Für wen baut ihr eure Devices?

Die Theaterwelt zum Beispiel sucht immer mehr nach technisch fortschrittlichen Formen, um sich auszudrücken. Das kann man beispielsweise an der Arbeit der neuen Akademie für Digitalität und Darstellende Kunst in Dortmund beobachten. Wenn deren Künstler mit unseren Trans Media Bricks arbeiten, eröffnen sich für die Zuschauer ganz neue Perspektiven und Eindrücke.

Euer wahrscheinlich bekanntestes Objekt ist ein Kameraobjektiv namens „Liquid Lens“ entwickelt, mit dem sich besondere Bilder aufnehmen lassen. Wie bringt man so etwas unter die Leute?

Wir planen derzeit eine Social-Media-Kampagne über Instagram, bei der wir renommierten Fotografen unsere Liquid Lens zuschicken. Die Fotografen können mit unserem Device ungewöhnliche Bilder fotografieren und werden gebeten, sie unter einem passenden Hashtag zu veröffentlichen. Auf Bestellung produzieren wir für fast jeden Kameratyp angepasste Objektive direkt aus dem 3D-Drucker.

Christine Diller vom Nationaltheater Mannheim hat euch als Mentorin betreut. Was konnte sie euch vermitteln?

Christine hat uns im Gespräch immer noch ein zweites und drittes Mal auf unsere Arbeit schauen lassen und unsere Zwischenergebnisse aus einer anderen Perspektive betrachtet. Die regelmäßigen Treffen mit ihr sind immer wieder ein unaufschiebbarer Anlass, kleinere Aufgaben abzuschließen. Das treibt unsere Arbeit permanent voran.

Inwiefern wird Sense Trans Techno unser Verständnis mobiler Lösungen verändern?

Wir möchten einen kreativen und partizipativen Umgang mit mobilen Geräten verstärken. Es muss nicht jeder vor seinem Smartphone sitzen und immer nur die neusten Apps konsumieren.

Über BW Goes Mobile

Mit dem Ideenwettbewerb BW Goes Mobile unterstützt die MFG im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Studierende, Unternehmer und Start-ups aus Baden-Württemberg bei der Umsetzung ihrer mobilen Anwendungen. Die Gewinnerteams 2018 stehen inzwischen fest. Die Personen dahinter, ihre Konzeptideen und die Erfahrungen, die sie mit BW Goes Mobile gemacht haben, werden in einer Interviewreihe nun vorgestellt.

Weitere Interviews der Reihe

PlantHub: Ein Netzwerk gegen das Artensterben
 

Autor: Jan Georg Plavec
Mehr Infos:
Sense Trans Techno
BW Goes Mobile

Ansprechpartner

 Mira Kleine
Mira Kleine

Projektleiterin Unternehmerisches Handeln

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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