Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Bodenseeregion ist ökonomisches Powerhaus

Auf dem Wirtschaftskonzil 2018 in Konstanz betonte Ministerin Hoffmeister-Kraut die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Ein Segelschiff auf dem Bodensee
Bild: Pixabay/filmbetrachterin

„Der Brexit, die Außen- und Wirtschaftspolitik der USA, der wachsende Einfluss Chinas und die Fliehkräfte innerhalb Europas: Diese Entwicklungen stellen die Grundlagen in Frage, auf denen wir in den letzten Jahrzehnten wirtschaften konnten. Das Wirtschaftskonzil verschreibt sich den drei Zukunftsthemen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Rolle Europas in einer veränderten Weltordnung“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag, den 29. Juni in Konstanz beim im Rahmen der „Internationalen Bodensee Konferenz“ stattfindenden „Wirtschaftskonzil“. „Wichtig ist jetzt eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ein enger Austausch mit unseren Nachbarn. Gerade hier in der Bodenseeregion können wir zeigen, dass auch die Kooperation von EU-Mitgliedstaaten wie Österreich und Deutschland mit Nicht-EU-Ländern wie der Schweiz und Liechtenstein möglich und notwendig ist.“

Auch Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut unterstrich als Gastgeberin des „Wirtschaftskonzils“ dieökonomische Zugkraft der Bodenseeregion, machte jedoch auch Sand im Getriebe aus. „Die Region rund um den Bodensee ist das grenzüberschreitende Powerhaus im Herzen Europas. Hier treffen die innovativsten Regionen von vier verschiedenen Staaten zusammen. Ihre Zusammenarbeit generiert einen Mehrwert für alle“, betonte Hoffmeister-Kraut, die beim Wirtschaftskonzil hochkarätige internationale Gäste wie zum Beispiel EU-Kommissar Günther H. Oettinger oder den Schweizer Wirtschaftsminister Johann N. Schneider-Amman begrüßen konnte und auch zu bilateralen Gesprächen traf.

Regionale Wirtschaftsbeziehungen pflegen

Gerade in den aktuell turbulenten Zeiten der Welthandelspolitik, die die international eng verflochtene Wirtschaft Baden-Württembergs massiv tangiere, liege es mehr denn je nahe, das Gute und Bewährte „vor der Haustüre“ zu schätzen und zu pflegen, so die Ministerin. Insbesondere die Beziehungen zur Schweiz seien wirtschaftspolitisch höchst wichtig für Baden-Württemberg. Diese Beziehungen seien überwiegend erfreulich, wie die Import- und Exportdaten sowie die Direktinvestitionen zeigten. „Sand im Getriebe besteht aber weiterhin durch die ‘Flankierenden Maßnahmen’, insbesondere auch für unsere Handwerker“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Das „Wirtschaftskonzil“ sei geeignet, Denkbarrieren zu durchbrechen und neue Geschäftsmodelle zu erkennen, so die Wirtschaftsministerin: „In der Bodenseeregion besteht für Start-ups sowie kleine und mittelständische Unternehmen die einmalige Chance, direkt in mehrere nationale Märkte hinein zu expandieren.“

Zugang zu digitaler Expertise

Gleichzeitig müsse sich die Wirtschaft gerade auch vor dem Hintergrund des digitalen Wandels immer wieder neu erfinden und positionieren, so die Ministerin. Hier seien die Herausforderungen grenzüberschreitend dieselben. Auch deshalb sei es fruchtbar, den Blick über den Tellerrand zu richten und durch Kooperationen gegenseitig zu profitieren. Sie könne sich zum Beispiel vorstellen, dass durch neue gemeinsame Formate zum Thema Digitalisierung gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen Zugang zu Netzwerken und Expertise auf der jeweils anderen Bodensee-Seite erhielten. „Die erheblichen Chancen und Potentiale der Digitalisierung sind auch im gesamten Bodenseeraum gegeben. Der Internationalen Bodensee Konferenz kommt hier eine Schlüsselrolle zu. In der IBK werden die verschiedenen Digitalisierungsaktivitäten ihrer zehn Mitgliedsländer und -kantone zusammengeführt. So können wir digitale Brücken über den See und den Rhein bauen“, so Ministerpräsident Kretschmann.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Mehr Infos:

Bekenntnis zur ökonomischen Zugkraft der Bodenseeregion
Wirtschaftskonzil
Exportland Baden-Württemberg

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