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Stuttgart wird zur Gigabit-Region

Partnerschaftlicher Glasfaserausbau der Region Stuttgart mit der Deutschen Telekom beschlossen

Beteiligte der Pressekonferenz halten Glasfaserkabel
Pressekonferenz zum Beschluss des partnerschaftlichen Netzausbaus | Bild: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH/Max Kovalenko

Die Deutsche Telekom baut und betreibt das Netz der Zukunft für die Region Stuttgart und legt somit das Fundament für eine hochdigitalisierte Region. Das Unternehmen investiert bis zu 1,1 Milliarden Euro. Es ist beabsichtigt, dass die gesamte Region Leistungen im Wert von bis zu 500 Millionen Euro für den privatwirtschaftlichen Ausbau zur Verfügung stellt.

Die Deutsche Telekom und die Region Stuttgart werden als starke Partner gemeinsam den Glasfaserausbau in der Landeshauptstadt Stuttgart und den fünf umliegenden Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr für alle 179 Städte und Kommunen vorantreiben. Konkretisiert wird dieses Vorhaben in einem sogenannten Letter of Intent. den Vertreter der Region und des Unternehmens am 2. Juli in Stuttgart unterzeichneten.

Ambitionierte Ziele

Die Vertragsunterzeichnung wird Ende dieses Jahres stattfinden. Direkt danach werden erste Baumaßnahmen zum Anschluss von Gewerbegebieten und Kommunen ans Glasfasernetz beginnen: Gemeinsames Ziel beider Partner ist es, bis 2022 90 Prozent der Unternehmensstandorte in Gewerbegebieten mit einem Glasfaseranschluss bis ins Haus zu versorgen. 2025 sollen jeder zweite Haushalt sowie alle Gewerbegebiete und alle förderfähigen Schulen mit Glasfaser bis ins Gebäude angeschlossen sein. 90 Prozent der insgesamt rund 1,38 Millionen Haushalte sollen schließlich bis 2030 von Gigabit-Anschlüssen profitieren. Bis 2030 sollen zudem alle rund 140.000 Unternehmensstandorte und Betriebe versorgt sein.

Zu der Vereinbarung erklärte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Dr. Walter Rogg: „Die heute unterzeichnete Absichtserklärung ist ein Meilenstein für die weitere Digitalisierung an unserem Hochtechnologiestandort. Damit schaffen wir die strukturellen und technischen Voraussetzungen für die digitalen Anwendungen der Zukunft, für die Wirtschaft wie für die Bürger. Unsere Unternehmen können die notwendigen Transformationsprozesse erfolgreich gestalten. Von allen Wettbewerbern hat die Deutsche Telekom das deutlich beste verbindliche Angebot vorgelegt. Sie kann in hohem Maße auf bereits vorhandene Glasfasernetze zurückgreifen, was den Ausbau beschleunigt und Kosten spart. Das gute Ergebnis verdanken wir der hohen Attraktivität der gesamten Region sowie der engagierten und kompetenten Arbeit des regionalen Breitbandbeauftragten Hans-Jürgen Bahde. Ein weiteres Mal hat sich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen innerhalb der Region bewährt.“

Regionale Kooperation mit Privatwirtschaft

Durch die regionale Bündelung und die Kooperation mit der Privatwirtschaft erhalten die Landkreise erstmals einen verbindlichen Ausbauplan für schnelles Internet auf Glasfaserbasis. „Bei diesem Projekt gibt es nur Gewinner: Bürger und Unternehmen erhalten Zugang zu Höchstgeschwindigkeitsnetzen, die Wettbewerbsfähigkeit der Region Stuttgart wird nachhaltig gestärkt und gesichert“, kommentierte der Breitbandbeauftragte der Region, Hans-Jürgen Bahde. „Unser partnerschaftlicher Ansatz sorgt für ein abgestimmtes Vorgehen von privaten und öffentlichen Ausbauaktivitäten, verhindert doppelte Netzstrukturen und sorgt auf allen Seiten für mehr Effizienz und Investitionssicherheit. Um unsere ehrgeizigen Ausbauziele zu erreichen, schaffen wir mit Organisationseinheiten auf Regionsebene und in den Landkreisen die notwendigen operativen Voraussetzungen.“

Investitionen in Festnetz und Mobilfunk

Die Telekom wird 1,1 Milliarden Euro im Festnetzbereich investieren. Um die Ziele zu erreichen, will die Region ihrerseits für den wettbewerblichen Ausbau 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das können auch Sachleistungen sein. Das heißt konkret: Die Telekom oder andere Wettbewerber können vorhandene Infrastruktur in den Kommunen ankaufen beziehungsweise mieten. Das können bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre sein. Darüber hinaus könnten in einem wettbewerbsoffenen Verfahren Fördermittel von Land oder Bund zum Einsatz kommen.

Zusätzlich wird die Telekom massiv in die Verbesserung des Mobilfunks investieren. Die LTE-Abdeckung in der Region soll auf 98 Prozent der Bevölkerung gesteigert werden. Dafür will die Telekom neue Mobilfunkstandorte aufbauen. Zudem wird die Region als eine der ersten in Deutschland überhaupt ein 5G-Netz erhalten. Der Kommunikationsstandard der nächsten Generation ermöglicht intelligente Anwendungen in Logistik, Handel und Industrie. 5G ist die Basis für das Internet der Dinge, in dessen Kontext beide Partner beispielsweise am Verkehrsmanagement und der Luftreinhaltung arbeiten wollen.

Beabsichtigt ist zudem die Gründung einer Breitbandgesellschaft der Region. Gemeinsam mit den Landkreisen und der Landeshauptstadt Stuttgart wird es ein wesentlicher Projektbestandteil sein, modellhafte Smart-City-Anwendungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Telekom stets präsent

Ihre Nähe zur Region beweist die Deutsche Telekom auch durch ständige Präsenz: Das Unternehmen wird den ambitionierten Netzausbau aus einem Projektbüro in der Region heraus steuern und die regionale Wirtschaft dabei unterstützen, den technologischen Wandel aktiv anzugehen. Die Telekom hat daher Initiativen ins Leben gerufen, die es Unternehmen ermöglichen, sich im Rahmen einer regionalen Community austauschen und zum Beispiel von Startups und digitalen Vordenkern zu lernen.

Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)
Mehr Infos:

Glasfaserausbau sichert Gigabit-Netz in der Region Stuttgart
Eckpunkte für den partnerschaftlichen Netzausbau der Region Stuttgart mit der Deutschen Telekom
Nächste Schritte beim partnerschaftlichen Netzausbau der Region Stuttgart mit der Deutschen Telekom
Rede von Dr. Dirk Wössner, 2. Juli 2018

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