Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Kulturpolitik für die Zukunft im Dialog

Kunstministerium Baden-Württemberg startet zweijährigen Beteiligungsprozess für Kulturschaffende und Kulturinteressierte

Schlosslichtspiele Karlsruhe
Kulturpolitik für die Zukunft - das ist der Anspruch der Landesregierung. | Bild: ZKM / Global Illumination

Kunstministerin Theresia Bauer und Kunststaatssekretärin Petra Olschowski haben heute einen umfangreichen, partizipativen Dialog zur „Kulturpolitik für die Zukunft“ gestartet und gehen damit ein zentrales kulturpolitisches Vorhaben der Landesregierung an.  In ihrer Eröffnungsrede bei der Auftaktveranstaltung sagte Kunstministerin Theresia Bauer am 20. Juni in Stuttgart: „Eine zunehmend heterogene Gesellschaft, die Beschleunigung, mit der wir es in fast allen Lebensbereichen zu tun haben, und die Auswirkungen der Digitalisierung – allein diese drei Aspekte machen deutlich, dass wir heute auch im Kulturbereich vor anderen Herausforderungen stehen als noch vor wenigen Jahren.“

Kunststaatssekretärin Olschowski ergänzte: „Es ist wichtig, dass die Kultureinrichtungen diese Veränderungen reflektieren und sich so aufstellen, dass sie morgen noch eine relevante Arbeit für die Kunst und für die Gesellschaft machen. Die Kulturpolitik muss diesen Prozess, der auch Transformationen und die Suche nach neuen Bündnissen einschließt, begleiten und unterstützen.“

An der Auftaktveranstaltung teilgenommen haben rund 200 Vertreterinnen und Vertreter der Kunst- und Kultureinrichtungen im Land, Kunstschaffende, Kulturförderer sowie Expertinnen und Experten. Den Impulsvortrag „Vernetzt. Wie die Digitalisierung die Welt verändert“ hielt Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Universität Tübingen. In den kommenden zwei Jahren folgen landesweit Veranstaltungen in unterschiedlichen Dialog- und Beteiligungsformaten. 

Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik

„Unser Ziel ist, bis zum Ende der Legislaturperiode mit den Kulturschaffenden und Kulturinteressierten im Land Handlungsempfehlungen für die Akteure in der Kunst- und Kulturszene zu formulieren“, so Olschowski. „Aus den Ergebnissen unserer Diskussionen mit Künstlerinnen und Künstlern, den Kunsteinrichtungen und dem Publikum entwickeln wir die Grundlagen einer Kulturpolitik für das nächste Jahrzehnt. Denn Kulturpolitik ist auch Gesellschaftspolitik, die alle angeht. Kunst und Kultur sind unverzichtbar für ein demokratisches, tolerantes, empathisches, offenes und friedliches Zusammenleben“, betonte die Staatssekretärin. 

„Gemeinsam werden wir über Strategien der Kulturpolitik und der Kulturförderung nachdenken. Dabei werden wir im Prozess auch unsere Maßnahmen und damit die bestehende Kulturpolitik überprüfen“, betonte Olschowski. Anhand von Modellprojekten sollen im Dialogprozess neue kulturpolitische Handlungsfelder definiert und am Ende Maßnahmen und neue Förderinstrumente vorgestellt werden.  Nicht zuletzt habe sich die Rolle von Kultureinrichtungen verändert.

Selbstverständnis und Neuverortung von Kultureinrichtungen

„Kultureinrichtungen sind Mitgestalter von gesellschaftlichen Prozessen. Sie haben neue Aufgaben übernommen, wie den Umgang mit dem kulturellen Erbe, und führen Diskussionen über Begriffe wie Identität und Heimat. Auf diesem Weg der Neuverortung begleiten wir die Einrichtungen. Dabei holen wir uns auch Impulse von außen“, sagte die Staatsekretärin.

„Von zentraler Bedeutung ist, dass wir themenorientiert und spartenübergreifend Zukunftsthemen diskutieren. Wir führen keine Einzelmaßnahmendebatte für einzelne Einrichtungen“, unterstrich Olschowski.  Die vier Themenfelder, die in den kommenden zwei Jahren in verschiedenen Arbeitsformaten bearbeitet und diskutiert werden, sind: „Digitale Welten“, „Neue gesellschaftliche Bündnisse für Kunst und Kultur“, „Strategien der Transformation von Kulturinstitutionen – Neue Wege für Öffnung, Vermittlung und Verortung von Kultur“ sowie „Kunst und Kultur in ländlichen Räumen“. 

Geplant sind eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen:

  • Januar 2019: Strategien der Transformation, Stuttgart
  • März 2019: Kunst und Kultur in ländlichen Räumen, Ettlingen
  • Sommer 2019: Neue Gesellschaftliche Bündnisse, Mannheim
  • Herbst 2019: Digitale Welten, Karlsruhe
  • Sommer 2020Abschlussveranstaltung, Veröffentlichung Endbericht

Quelle: Kunstministerium BW

Mehr Infos:

Kulturpolitik BW 
Kunstministerium Baden-Württemberg

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