Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Mit Design Thinking Branchengrenzen überwinden

Studierende und Dozenten aus ganz Baden-Württemberg können sich bis 24. Juni bei der MFG Baden-Württemberg für HOLA Design Thinking bewerben

Bastelmaterial
Das Basteln greifbarer Prototypen gehört zum Design Thinking Workshop dazu. | Bild: MFG Baden-Württemberg

Was wäre, wenn man beim Einkaufen im Supermarkt nicht ständig die Produktstandorte suchen müsste? Nichts mehr vergessen würde? Und auch noch schnell die Zutaten für spontane Rezeptideen abrufen könnte? Die App „Kompass“ schafft mit Indoor-Navigation der Orientierungslosigkeit im Supermarkt Abhilfe. Mit dieser Lösung überzeugte ein HOLA-Team aus der letzten Runde nicht nur Kaufland, sondern auch Publikum und Jury beim Abschlussevent 2017. Als Challenge-Geber war Kaufland bei der Initiative der MFG Baden-Württemberg dabei.

„Eine zukunftsorientierte Idee mit hohem Umsetzungspotenzial, die wir aktuell weiterverfolgen“, sagt Shari Langes, die bei Kaufland Informationssysteme entwickelt. „Das Projektteam hat mit großem Engagement Zielgruppen mit der Design-Thinking-Methode analysiert und durch die Entwicklung differenzierter Personas eine Lücke geschlossen. Dabei hat der Zugang aus völlig verschiedenen Perspektiven für frischen Wind gesorgt.“

Bis 24. Juni bewerben

HOLA steht für „Hochschulübergreifendes Labor für kooperatives Arbeiten“. Kreativem Denken einen Raum geben, das ist das Ziel der MFG-Initiative: ein Labor, in dem innovative Ideen für die Kultur- und Kreativwirtschaft abgemischt werden. Das Rezept: Know-how aus verschiedenen Fachrichtungen, eine unkonventionelle Herangehensweise und eine große Portion Teamgeist. Bis zum 24. Juni können sich Studierende und Lehrende aus dem Südwesten für die nächste HOLA Summer School vom 7. bis 10. August 2018 im Hospitalhof Stuttgart bewerben. 

Die vier neuen Challenges im Überblick
  • Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart: Wie lassen sich im digitalen Raum Erlebnisse für Besucher schaffen, die die Wahrnehmung des Museums als Forschungs- und Bildungseinrichtung stärken?
  • Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg: Wie kann das Residenzschloss Rastatt nicht (mehr) Sichtbares erlebbar machen und die Mauern zum Sprechen bringen?
  • Umweltministerium Baden-Württemberg: Wie gestaltet man eine Kampagne, die Wissenschaftler an baden-württembergischen Hochschulen motiviert, den Energieverbrauch ihrer IT zu reduzieren? 
  • Demenz Support Stuttgart: Wie lässt sich für ambulant betreute Wohngemeinschaften eine Lern- und Austausch-Struktur zwischen Initiativen, Projekten und Verantwortlichen in Baden-Württemberg schaffen?

Der HOLA-Effekt: Die Teilnehmenden lernen, mit Design Thinking zu arbeiten. Die Kreativmethode bietet eine systematische, kundenorientierte Herangehensweise an komplexe Probleme aus allen Lebensbereichen. Im Zentrum stehen Nutzerwünsche und praxisnahe Ergebnisse. Ideen werden in Form von Prototypen möglichst früh sichtbar gemacht, damit potenzielle Anwender sie testen und bewerten können. Die Arbeitsweise ist eng getaktet und iterativ, hinterfragt sich also ständig selbst.

Vier Tage Summer School, vier Monate Projektphase

„Die Summer School war methodisch spannend und hat viel Spaß gemacht, auch weil man die eigenen Ideen so schnell in greifbare Prototypen umsetzt“, berichtet Nathalie Cyrys aus dem Gewinnerteam der letzten Runde „Die interdisziplinäre Teamarbeit – in unserem Fall zwischen den Studiengängen Psychologie, Digitale bzw. Online-Medien und General Management – hat uns bei der Entwicklung unserer Lösung unheimlich weitergebracht.“

HOLA richtet sich an Studierende, Doktoranden und Dozenten aller Studiengänge baden-württembergischer Hochschulen. An den viertägigen Methodenworkshop im Sommer schließt sich eine viermonatige Projektphase an, in der die Teams eine von vier Challenges in den Bereichen Museum, Kultur, Ministerium oder Non-Profit-Organisation bearbeiten. Die Studierenden erweitern ihre unternehmerischen Fähigkeiten und knüpfen wertvolle Kontakte. Dozenten haben Gelegenheit, ihr Lehrportfolio um eine Kreativmethode zu erweitern. Beim HOLA Innovation-Pitch am 13. November 2018 ermittelt eine Jury das überzeugendste Team und das Publikum seinen Favoriten.

Autorin: Ines Goldberg

Mehr Infos:

HOLA 

Ansprechpartner

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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