Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Verband der deutschen Games-Branche stellt Fördermodell „Deutscher Games-Fonds“ vor

Mit dem Fonds sollen kleine, mittlere und große Spiele-Entwickler unterstützt werden

Stapel Geldmünzen
Bild: Pixabay

Der Verband der deutschen Games-Branche, game, hat sein Modell für den „Deutschen Games-Fonds“ vorgestellt. Damit reagiert der Verband auf die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD angekündigte Einführung einer Games-Förderung auf Bundesebene. Kern des Vorschlags ist ein Fonds in Höhe von zunächst 50 Millionen Euro jährlich, dessen Zuschüsse automatisiert nach einem festen Mechanismus vergeben werden sollen.

Mit dem Fonds soll die Entwicklung von Prototypen und Produktionen kleiner, mittlerer und großer Entwicklungsstudios gleichermaßen unterstützt werden. Der Fonds soll systematisch und spezifisch Spiele-Entwicklungen in Deutschland fördern und die derzeitigen Wettbewerbsnachteile gegenüber Standorten wie Großbritannien, Frankreich und Kanada abbauen. Er bildet die Grundlage, Deutschland zu einem international starken und innovativen Standort für die Spieleentwicklung zu machen. Der Verband hat den „Deutschen Games-Fonds“ gemeinsam mit seinen Mitgliedern und EU-Beihilfe- und Förderrechtsexperten entwickelt.

Mit ‚Games made in Germany‘ Erfolgsgeschichte schreiben

„CDU, CSU und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag auf einen Förder-Fonds für Games geeinigt. Wir stellen als frisch vereinter Games-Verband ein konkretes Modell vor, von dem alle profitieren: die deutsche Games-Branche ebenso wie der Finanzminister. Wir wollen ‚Games made in Germany‘ zu einer echten Erfolgsgeschichte machen, unser ‚Deutscher Games-Fonds‘ bildet dafür die notwendige Grundlage“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game.

„Unser Modell ist einfach, transparent und planbar und der Mechanismus mit europäischen Standards kompatibel. Damit bekommt Deutschland endlich die Chance, als Games-Standort international wettbewerbsfähig zu werden. Jetzt erwarten wir, mit den politisch Verantwortlichen schnellstmöglich über die konkrete Einführung ins Gespräch zu kommen.“

Starke Hebeleffekte durch die Einführung des Fonds

So werden durch die Games-Förderung in Frankreich für jeden Förder-Euro zusätzliche 1,80 Euro an Steuern sowie weitere 8 Euro an Investitionen generiert. Für das Modell des „Deutschen Games-Fonds“ in Höhe von 50 Millionen Euro würde dies ein erhöhtes Steueraufkommen von 90 Millionen Euro sowie zusätzliche Investitionen in Höhe von 400 Millionen Euro bedeuten. Positive Standort-Entwicklungen durch Ausbau und Ansiedlung von Entwicklungsstudios werden nach Einführung des Fonds zu einem höheren Bedarf an Fördermitteln führen. Mit rund fünf bis zehn Millionen Euro pro Jahr zusätzlich muss für die kommenden fünf Jahre gerechnet werden, so die Erwartungen des Verbandes.

Quelle: game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.
Mehr Infos:

game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.

 

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