Augmented Reality verbessert Zugang zu Kunst und Kultur

Im Mai-Newsletter MFG Digitale Kultur empfiehlt Bernd Hertl eine neue Anwendung des Diözesanmuseums in Rottenburg am Neckar.

Mann hat eine VR-Brille auf und zeigt auf etwas nicht sichtbares.
Bernd Hertl testet die Augmented-Reality-Anwendung des Diözesanmuseums in Rottenburg am Neckar. | © MFG Baden-Württemberg
Bernd Hertl leitet in der MFG Kreativ die Stabstelle Kommunikation und Marketing. | © MFG Baden-Württemberg
Dunkler Ausstellungsraum im Museum mit einigen Objekten.
Wo die Treppe ins Untergeschoss zur Hürde wird, ermöglicht das Diözesanmuseum mit zwei AR-Brillen einen virtuellen Blick in die Schatzkammer.
| Rottenburg am Neckar

Jeden Monat stellt die MFG Baden-Württemberg in diesem Format einen Fund aus Kunst, Kultur oder (Fach-)Literatur vor. In dieser Ausgabe empfiehlt Bernd Hertl, Leiter Stabstelle Kommunikation und Marketing in der MFG Kreativ, eine digitale Anwendung des Diözesanmuseums Rottenburg am Neckar. Wer Lust hat, selbst ein Fundstück vorzustellen, kann sich gerne an digitalekultur@mfg.de wenden. Abonnieren Sie außerdem unseren Newsletter für mehr Neuigkeiten und Interessantes aus dem Bereich Digitale Kultur.

Was hast du dabei? 

Ich empfehle die neue Augmented-Reality-Anwendung des wiedereröffneten Diözesanmuseums Rottenburg am Neckar. Besucher*innen können dort ausgewählte Objekte der nicht barrierefrei zugänglichen Schatzkammer mithilfe von AR-Brillen virtuell erleben – interaktiv, detailreich und erstaunlich nahbar. Entstanden ist die Anwendung (umgesetzt vom Kreativstudio Nau Hau) im Zuge der Neugestaltung des Museums. Die Schatzkammer bewahrt die sakralen Kostbarkeiten des Hauses.

Was spricht dich an?

Mich überzeugt, wie sinnvoll hier digitale Technologie eingesetzt wird: nicht als Spielerei, sondern als echter Zugang zu Kunst und Kultur – beispielsweise für mobilitätseingeschränkte Menschen, die die Schatzkammer nicht betreten können. Die Objekte lassen sich drehen, vergrößern und aus nächster Nähe betrachten, teilweise genauer, als es hinter einer Vitrine möglich wäre. Besonders spannend finde ich, dass damit auch jüngere Besucher*innen spielerisch an Kunst herangeführt werden.

Hast du eine Lieblingsstelle?

Der Moment, in dem plötzlich ein historisches Objekt frei im Raum vor mir erschien und ich darum herumgehen konnte, war wirklich beeindruckend. Die Anwendung schafft eine erstaunliche Nähe zu den Exponaten – fast so, als hätte man sie selbst in der Hand.

Wem empfiehlst du das?

Allen, die sich für digitale Kulturvermittlung, XR oder inklusive Museumsformate interessieren. Und natürlich ganz allgemein Menschen, die schöne Museen mögen: Das runderneuerte Diözesanmuseum Rottenburg ist auch unabhängig von der digitalen Anwendung absolut einen Besuch wert.

Quelle: MFG Baden-Württemberg / Bernd Hertl
Bitte weitersagen. Teilen Sie diesen Beitrag.