Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Mit Kulturprojekt Transformationsprozess starten

Mit dem Pilotprojekt „Regionalmanager*innen Kultur“ will das Land gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes die Kulturarbeit in ausgewählten Landkreisen und regionalen Verbünden in Baden-Württemberg unterstützen. Bis zum 17.10.2019 können sich interessierte Landkreise und kommunale Verbünde für eine Teilnahme an dem Pilotprojekt bewerben.

Stück: Bergkristall | Bild: Württembergische Landesbühne Esslingen

Mit dem Pilotprojekt „Regionalmanager*innen Kultur“ wollen die Kulturstiftung des Bundes und das Land die Kulturarbeit in ausgewählten Landkreisen und regionalen Verbünden in Baden-Württemberg unterstützen. Bis zum 17.10.2019 können sich interessierte Landkreise und kommunale Verbünde für eine Teilnahme an dem gemeinsamen Pilotprojekt „Regionalmanager*in Kultur“ der Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb, des Programms TRAFO der Kulturstiftung des Bundes sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg bewerben.
 

Ansprechpartner*innen für Kultur gesucht

Im Rahmen des Pilotprojekts sollen in verschiedenen Regionen langfristig Ansprechpartner*innen für Kultur etabliert werden, die die regionale Kulturentwicklung verantworten und die Kulturakteur*innen vor Ort unterstützen. Für die Erprobung und Verankerung der „Regionalmanager*innen Kultur“ stehen bis zum Jahr 2023 bis zu 110.000 Euro pro Landkreis bzw. kommunalem Verbund zur Verfügung. Insgesamt sollen bis zu sechs Regionen für eine Teilnahme an dem Pilotprojekt ausgewählt werden.

Das Programm TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel unterstützt ländliche Regionen dabei, ihre Kulturinstitutionen weiterzuentwickeln und für neue Aufgaben zu öffnen. „Durch TRAFO haben wir gemeinsam mit den kulturellen Einrichtungen sowie den zuständigen Ministerien und Verwaltungen einen Transformationsprozess der Kulturregion Schwäbische Alb in Gang gesetzt“, so Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes. „Mit dem Pilotprojekt „Regionalmanager*innen Kultur“ ist eine nächste Etappe erreicht. Es zeichnet sich ab, dass die Region in absehbarer Zeit die Transformationsprozesse in eigener Regie weiterführt.“
 

Professionelle Strukturen

„Das TRAFO-Projekt auf der Schwäbischen Alb hat gezeigt, dass es professionelle Strukturen braucht, um das kulturelle Leben in den Regionen weiterzuentwickeln und ehrenamtlichen Akteur*innen eine Perspektive zu bieten“, so Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. „Mit dem gemeinsamen Pilotprojekt reagieren wir auf diesen Bedarf und stellen Mittel bereit, um sogenannte Regionalmanager*innen Kultur in den regionalen Verwaltungen zu etablieren. Für die teilnehmenden Landkreise und kommunalen Verbünde ist das eine Möglichkeit, die vielen haupt- und ehrenamtlichen Kulturakteur*innen im Land noch besser zu unterstützen.“

Klaus Pavel, der als Landrat des Ostalbkreises die Trägerschaft der Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb übernommen hat, sieht das Pilotprojekt als Gelegenheit, professionelle Ansprechpartner für die regionalen Kulturschaffenden einzurichten. „Die Arbeit kultureller Einrichtungen, Vereine und Initiativen ist ganz wesentlich für das gesellschaftliche Miteinander und die Zukunftsfähigkeit einer Region. Als Landrat sehe ich daher auch die öffentliche Verwaltung in der Verantwortung, das kulturelle Leben in den Gemeinden stark zu halten. Mit dem Pilotprojekt „Regionalmanager*in Kultur“ können wir zugleich von den Erfahrungen der Lernenden Kulturregion profitieren und auf die Bedarfe und Potenziale vor Ort reagieren.“
 

Vorbildlich und vielfältig: Die kulturelle Strukturförderung des Landes

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst engagiert sich kontinuierlich und schwerpunktmäßig sowohl in der institutionellen als auch der Projektförderung für das Thema Kultur in ländlichen Räumen. Zudem stärkt das MWK mit vielen weiteren Einzelmaßnahmen in dieser Legislaturperiode Kunst und Kultur im ländlichen Raum. In den Jahren 2018 und 2019 wurden zusätzlich rund 3 Mio. Euro investiert für die Stärkung und Weiterentwicklung der Museen im ländlichen Raum, u.a. für die Freilichtmuseen oder die nichtstaatlichen Museen im ländlichen Raum zur Gestaltung des digitalen Wandels. Über die spezielle Programmlinie „Kunst und Kultur für das ganze Land“ hat das Land seit 2014 bis heute 72 Projekte nur im ländlichen Raum gefördert.

Impulsförderungen durch Sonderprogramme:

Auch mit neuen Programmen wie TRAFO, DIALOG | Kulturpolitik für die Zukunft, Regionalmanager Kultur, Innovationsfonds Kunst und dem Programm Gesellschaftlicher Zusammenhalt fördert das MWK Projekte im Bereich Kunst und die Kultur im ländlichen Raum. Sonderförderungen gingen u.a. an die Kommunalen Kinos, die Biberacher Filmfestspiele oder die Volksschauspiele Ötigheim.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Mehr Infos:
Lernende Kulturregion
 

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