Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

MFG Baden-Württemberg mit sieben Projekten beim Filmfest München

Im Filmprogramm: „Das Menschenmögliche“, „Die neue Zeit“, „Wer 4 sind“, „Zwingli – Der Reformator“ und „Invisible Sue“. Zwei VR-Experiences in der neuen Reihe Virtual Worlds: „Blautopf VR“ und „Inside Tumucumaque“

 

Animation eines Kaimans unter Wasser
Eintauchen in virtuelle Welten: „Inside Tumucumaque“ zeigt das Amazonas-Gebiet aus Sicht der einheimischen Tiere. | Bild: Filmtank GmbH

Das internationale Filmfest München präsentiert aktuelle Filme namhafter nationaler und internationaler Filmemacher*innen und lädt vom 27. Juni bis zum 6. Juli zu Begegnungen mit neuen Inhalten und Technologien ein. Fünf Filme, die von der MFG Baden-Württemberg gefördert werden, laufen in den Wettbewerben 2019. Dieses Jahr setzt das Filmfest erstmals einen Schwerpunkt im Bereich Virtual Reality. Als internationaler Wettbewerb für narrative VR zeigt die neue Reihe Virtual Worlds vom 2. bis 4. Juli eine Auswahl der innovativsten internationalen VR-Experiences im Isarforum. Auch hier ist die MFG Baden-Württemberg mit zwei im Digital Content Funding geförderten Projekten dabei.

Fünf MFG-geförderte Filme in den Wettbewerben

„Das Menschenmögliche“ von Eva Wolf feiert Weltpremiere in der Reihe „Neues deutsches Fernsehen“ – mit Chancen auf den Bernd Burgemeister Fernsehpreis: Als der Ärztin Judith während einer besonders harten Schicht ein Fehler unterläuft, stirbt eine Patientin. Erschüttert zweifelt Judith an ihrer Eignung. Doch langsam gewinnt sie eine andere Sicht und beginnt, ein krankes System zu erkennen. Sie muss sich entscheiden: mitschwimmen und Karriere machen oder selbst etwas verändern? Die MFG-geförderte Produktion wurde von die film GmbH West mit dem ZDF/Das kleine Fernsehspiel realisiert.

Die Stuttgarter VFX-Spezialist*innen von Pixomondo haben an der sechsteiligen Miniserie „Die neue Zeit“ von Lars Kraume maßgeblich mitgewirkt. In insgesamt rund 300 Minuten erzählt sie von den Weimarer Jahren und von der rebellischen Studentin Dörte Helm (Anna Maria Mühe), die von Walter Gropius (August Diehl) gleiche Rechte für die Frauen am Bauhaus fordert. Die Produktion von zero one film in Koproduktion mit ZDF/arte, constantin television und naDcon Film wird unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, dem medienboard Berlin-Brandenburg, der Mitteldeutschen Medienförderung, der MFG Baden-Württemberg und dem German Motion Picture Fund.

„Wer 4 sind“ von Thomas Schwendemann erlaubt den Blick hinter die Kulissen einer Band, die deutsche Musikgeschichte geschrieben hat und weiterschreibt. „MfG“ ist einer ihrer unvergessenen Klassiker. „Die Fantastischen Vier“ (Michael Beck, Michael Schmidt, Thomas Dürr und Andreas Rieke) denken nach 30 Jahren Bandgeschichte längst nicht ans Aufhören. Die Herstellung des Dokumentarfilms durch Kick Film mit ZDF/arte, Sky Deutschland Fernsehen GmbH, SRF Schweizer Radio und Fernsehen wurde neben der MFG Baden-Württemberg vom FFF Bayern unterstützt.

Deutsche Premiere feiert „Zwingli – Der Reformator“ von Stefan Haupt, der anhand der Geschichte eines ungewöhnlichen Paares von den gesellschaftlichen Umwälzungen im 16. Jahrhundert erzählt. Der Historienfilm beschreibt die außergewöhnlichen Liebe von Huldrych Zwingli, der mit seinen Predigten für eine neue Weltordnung kämpft, zu Anna Reichardt. Die MFG ist auf deutscher Seite alleiniger Förderer dieser schweizerisch-deutschen Koproduktion der Stuttgarter Eikon mit C Films und SRF Schweizer Radio und Fernsehen, SRG SSR, 3sat Zürich sowie Teleclub.

Im ersten deutschen Superheldinnen-Film „Invisible Sue“ erzählt Markus Dietrich von der zwölfjährigen Sue, die davon träumt, die Welt zu retten. Als Sue im Labor ihrer Mutter, einer ehrgeizigen Wissenschaftlerin, mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit in Kontakt kommt, kann sie unsichtbar werden. „Invisible Sue“ ist eine Produktion der ostlicht filmproduktion GmbH, in Koproduktion mit Amour Fou Sàrl Luxemburg, dem federführenden MDR, KiKA, HR und WDR. Gefördert wurde die Kinokoproduktion vom Film Fund Luxembourg, der Mitteldeutschen Medienförderung, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kuratorium junger deutscher Film, der MFG Baden-Württemberg, der Thüringer Staatskanzlei und dem Deutschen Filmförderfonds.

Zwei MFG-geförderte Produktionen im VR-Wettbewerb

Der Blautopf in Blaubeuren ist ein Touristenmagnet. Hinter der schillernd blauen Karstquelle verbirgt sich ein weit verzweigtes Höhlensystem mit meterhohen Stalaktiten, unterirdischen Seen und riesigen Felsenhallen, das erst vor 30 Jahren entdeckt wurde. Bisher ist der Zugang ausgebildeten Höhlentaucher*innen vorbehalten. Mit dem VR-Game „Blautopf VR – Geheimnis der Lau“ können Gamer jetzt die Höhlen unter der Schwäbischen Alb digital erkunden. „Blautopf VR“ ist eine Koproduktion des SWR mit Tellux next, Kohelet 3 und IT Media. Das Projekt wird von der MFG Baden-Württemberg und dem FFF Bayern unterstützt.

Das aktuell bedrohte Naturschutzgebiet Tumucumaque liegt im Norden Brasiliens. Die interaktive VR-Installation „Inside Tumucumaque“ lässt die User in die faszinierende Welt des wilden Amazonas eintauchen: Sie werden Teil des Regenwaldes, sehen und hören die Umgebung aus Sicht von Vampirfledermäusen oder Kaimanen. Die virtuelle Forschungsreise ist eine Koproduktion der Filmtank GmbH aus Ludwigsburg und der Interactive Media Foundation aus Berlin und wurde von der MFG Baden-Württemberg und dem medienboard Berlin-Brandenburg gefördert.

Beide VR-Experiences sind vom 2. bis 4. Juli Teil der Ausstellung Virtual Worlds im Isarforum.

Quelle: MFG Baden-Württemberg

Mehr Infos:

 Digital Content Funding
Filmfest München 
Virtual Worlds

Kontakt

 Uwe Rosentreter
Uwe Rosentreter

Leiter Stabsstelle Kommunikation und Veranstaltungsmanagement

Unit Filmförderung

Bernd Hertl
Bernd Hertl

Leiter Stabsstelle Kommunikation / Marketing

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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