Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Fit und gesund durch Bits und Bytes

Beim Festival „Zukunft_Gesundheit_Digital“ am 19. Juli in Tuttlingen präsentiert die MFG drei junge Unternehmen mit VR und Games für den Gesundheits- und Medizinbereich

Eine Ärztin sitzt am Computer
Zukunft_Gesundheit_Digital ist das zweite digital@bw Festival der Landesregierung Baden-Württemberg zu zentralen digitalen Themen | Bild: Zukunft_Gesundheit_Digital

Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche – im wahrsten Sinne des Wortes. Mittlerweile sind Fitnessarmbänder und Smartphone-Apps zum allgegenwärtigen Begleiter des eigenen Gesundheitsmanagements geworden. Doch das ist erst der Anfang. Digitalisierung eröffnet bislang ungeahnte Chancen der Versorgung, Vernetzung und Vorbeugung. Was heute schon möglich ist und für morgen erdacht wird, erleben die Bürger*innen am 19. Juli 2019 in Tuttlingen bei dem zweiten Festival der Landesregierung Baden-Württemberg zu Schwerpunktthemen der Digitalisierungsstrategie digital@bw – hautnah.

Nachdem 2018 in der Universitätsstadt Heidelberg die Digitale Bildung im Fokus stand, geht es in diesem Jahr um „Zukunft_Gesundheit_Digital“ und nach Tuttlingen. Der Veranstaltungsort ist mit Bedacht gewählt worden: Tuttlingen gilt mit rund 400 Unternehmen und 12.000 Arbeitsplätzen als das „Weltzentrum der Medizintechnik“. Seit mehr als 150 Jahren werden hier qualitativ hochwertige, innovative Medizinprodukte hergestellt, vornehmlich chirurgische Instrumente, Implantate und optische Geräte. Handwerk hat hier ebenso Tradition wie die Offenheit für neue Technologien und Verfahren – die „Zukunft_Gesundheit_Digital“ wird in Tuttlingen bereits gelebt. Nicht zufällig ist Tuttlingen deshalb auch seit 2018 Pilotregion des landesweiten Modellprojektes „docdirekt“, das eine kostenfreie Diagnose von Online-Ärzt*innen ermöglicht.

Programm mit vielen Perspektiven

Unter dem Motto „Fit und gesund durch Bits und Bytes“ wird das Thema Digitalisierung und Gesundheit bei dem Festival von 10:00 bis ca. 16:00 Uhr aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Am Vormittag spielt sich das Programm zentral auf der Hauptbühne der Aesculap Kantine ab, wo Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Digitalisierungsminister Thomas Strobl mit ihren Reden erste Impulse für den Tag setzen. Anschließend wird es einen Townhall-Talk geben, zu dem Gesundheitsminister Manne Lucha und Justizminister Guido Wolf sowie weiteren Expert*innen dazu stoßen werden, um Fragen der teilnehmenden Bürger*innen zu diskutieren.

Die Herausforderungen, aber mehr noch die Chancen der Digitalisierung werden am Nachmittag auf dem „Markt der Möglichkeiten“ beleuchtet: Bei Sofa-Gesprächen tauschen sich Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu Fragen des Verbraucherschutzes, der Perspektiven für den ländlichen Raum und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz im Gesundheitssektor aus. Existierende innovative Konzepte werden bei den Pitches in kompakter Form vorgestellt. Die Partizipation der Bürger*innen ist bei der „Gesundheitswerkstatt“ gefragt: Gemeinsam werden Produktszenarien für die digitale Medizin sowie Visionen der „Gesundheit 2030“ entworfen. „Digitales zum Anfassen“ hält die Gesundheitsboutique bereit. Hier kommen die mehr als 20 Aussteller zu Wort, die sich begleitend zum Festival an Ständen präsentieren – darunter Hochschulen, Unternehmen, Krankenkassen und Verbände.

Gesund mit VR/AR

Am Stand „Spielend gesund – VR/AR Games“ präsentiert die MFG Baden-Württemberg gemeinsam mit drei jungen Unternehmen und Start-ups aus dem Südwesten konkrete Anwendungsbeispiele, wie Virtual Reality (VR) und Games auch im Gesundheits- und Medizinbereich eingesetzt werden können. Darunter befinden sich zwei BW Goes Mobile Gewinner: Rehago aus Tübingen, die VR-Software für Schlaganfall-Patient*innen entwickeln, und Logoleon aus Tübingen, die mit ihrer App Augmented Reality für die logopädische Therapie einsetzen.

Im besten Sinne „erfahrbar“ wird die digitale Entwicklung in der Medizintechnik bei drei Entdeckungsreisen. Eine Tour verbleibt vor Ort bei der Aesculap AG; für die weiteren beiden stehen Busshuttles zur Verfügung. Deren Ziele sind die Karl Storz SE & Co. KG, die KLS Martin Group und die Henke-Sass, Wolf GmbH. Die drei großen Unternehmen in Tuttlingen gewähren spannende Einblicke in die Entwicklung und Umsetzung der„Gesundheit 4.0“.

Jetzt kostenlos registrieren

Registrierungen für die kostenfreie Teilnahme an dem Festival sind über die Seite www.zukunft-gesundheit-digital.de möglich. Es wird um rechtzeitige Registrierung gebeten, da der Veranstaltung nur 500 Plätze zur Verfügung stehen. Die Plätze werden nach der zeitlichen Reihenfolge der Registrierungen vergeben.

Redaktion: Anja Weber

Mehr Infos:
Zukunft_Gesundheit_Digital
 

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