Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Offene Kultur auf Erfolgskurs im Südwesten

Mit einem Workshop-Programm für Kultureinrichtungen geht die Initiative „Open Culture BW meets VR“ der MFG Baden-Württemberg in die nächste Runde

Frau mit VR-Brille vor Leinwand
Eintauchen ins Spiel: Virtuelle Lichtschwerter im Takt bei der VR-Techniktour | Bild: MFG Baden-Württemberg / Lasaridou

Unveröffentlichte Fotografien, Tonaufnahmen von Zeitzeug*innen, historische Landkarten, Reiseberichte, inzwischen auch 3D-Scans und Digitalisate wertvoller Manuskripte – in Museen, Bibliotheken und Archiven schlummern oft Schätze an Kulturdaten. Aber wie lassen sich diese Schätze heben und der Öffentlichkeit zeigen? Kultureinrichtungen, die ihre digitalen Bestände öffnen wollen, haben es nicht leicht – auch weil sich die Entwickler*innen digitaler Formate in anderen Welten bewegen. Deshalb bringt die MFG Baden-Württemberg mit ihrer Initiative „Open Culture BW“ Kultureinrichtungen mit Studierenden zusammen – in der aktuellen Runde mit dem Schwerpunkt Virtual Reality.

„Virtuelle Technologien eröffnen neue Wege, um Kulturgüter zugänglich zu machen – und sogar hautnah zu erleben. Gerade im Kulturbereich profitieren wir enorm von lebendigen Vermittlungsformaten, die Zugänge erleichtern und auch jüngere Zielgruppen ansprechen“, sagt Staatssekretärin Petra Olschowski, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Kunstministerium finanziert „Open Culture BW“ bereits in der dritten Runde, der diesjährige Virtual-Reality-Schwerpunkt ist eingebettet in die VR-Offensive des Ministeriums.

Erfolgreicher Programmstart mit VR-Techniktour

„Die Initiative ‚Open Culture BW meets VR‘ unterstützt baden-württembergische Museen darin, das Potenzial ihrer digitalisierten Kulturschätze zu nutzen“, so Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. „Wir freuen uns, dass auch in der dritten Projektrunde reges Interesse an unserem Angebot und den neuen technologischen Entwicklungen besteht.“

Los ging es mit der VR-Techniktour für Kultur- und Gedächtniseinrichtungen am 8. April, die an drei Stationen in Stuttgart verschiedene Spielarten virtueller Technologien vermittelte. Mit dabei waren elf Kultur- und Gedächtniseinrichtungen aus ganz Baden-Württemberg, die gemeinsam in virtuelle Realitäten eintauchten.

„Vom Consumer-Produkt bis hin zum wissenschaftlichen Visualisierungslabor haben wir an einem Tag ganz unterschiedliche Technologien kennengelernt und ausprobiert“, erzählt Nina Schmidt vom Linden-Museum Stuttgart. „Durch das Eintauchen in die faszinierenden virtuellen Realitäten haben wir einen guten Überblick über die Einsatzmöglichkeiten bekommen und können nun Ideen sammeln, was für uns infrage kommt.“

Wissensvermittlung, Datenauswahl, Konzeption

Die Tour bildet den Auftakt des Workshop-Programms von „Open Culture BW meets VR“. Im nächsten Workshop Ende Mai geht es um Wissensvermittlung im Kulturbereich mittels virtueller Realitäten. Im Juli steht die Auswahl und Aufarbeitung von Daten im Mittelpunkt, bevor im Oktober ein Konzeptionsworkshop mit ausgewählten Einrichtungen und Studierenden aus dem medientechnischen Bereich stattfindet, um gemeinsam Prototypen für Anwendungen zu konzipieren. Die Prototypen werden mit den Studierenden über ein Semester hinweg weiterentwickelt und im Zuge eines Hackathons 2020 umgesetzt.

Autorin: Ines Goldberg

Mehr Infos:

Open Culture BW Programm 
Open Culture Fotogalerie

Ansprechpartner

 Annekatrin Baumann
Annekatrin Baumann

Projekleiterin Open Culture

Unit Medienprojekte und Services

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