Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Quo vadis Kreativwirtschaft?

Nach sieben Jahren Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm präsentiert die MFG Stiftung anwendungsorientierte Forschungsergebnisse, von denen vor allem die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg profitieren kann

Verschwommene Veranstaltungsteilnehmer
Die Veranstaltungsreihe „Welten verbinden“ vernetzt Forschende und Kreative. | Bild: MFG / Goldberg

Eine Million Euro Forschungsgelder für 15 Forschungsprojekte an zehn Hochschulen in ganz Baden-Württemberg: Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm hat die MFG Stiftung in den letzten sieben Jahren die anwendungsorientierte Forschung im Land nach vorne gebracht. Bei der Veranstaltungsreihe „Welten verbinden“ zum Abschluss des Programms wurden zentrale Ergebnisse vorgestellt und diskutiert – insbesondere mit Anwendern aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. 

„Angewandte Forschung trägt entscheidend zur Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs bei“, betont Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst. „Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bieten eine praxisnahe Ausbildung, forschen problemorientiert und sind mit den Unternehmen in der Region vernetzt – damit sind sie zentral für den Wissenstransfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft.“ Das Wissenschaftsministerium stellte aus der Zukunftsoffensive III des Landes insgesamt über eine Million Euro für das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm bereit. Mit dem Programm unterstützte die MFG Stiftung innovative Forschungsarbeiten an den baden-württembergischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, den Akademien sowie der Dualen Hochschule.

„Insgesamt haben wir 15 innovative Forschungsarbeiten mit jeweils bis zu 70.000 Euro gefördert, um Zukunftsfragen wie die Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt oder neue Wege der Interaktion in virtuellen Umgebungen zu erforschen“, sagt Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg. 

Wenn die Kreativwirtschaft Fenster in die Zukunft öffnet

Vor den Themenabenden lud die MFG zum Speed-Dating ein. Bei „Forschende und Kreative schnell vernetzt” stand das blitzlichtartige Kennenlernen von Wissenschaftlern und Anwendern im Mittelpunkt. Im Schnelldurchlauf konnten die Teilnehmenden zu digital-kreativen Trendthemen unkompliziert Kontakte knüpfen, Kooperationen anbahnen und Forschungsfelder abstecken. Das Angebot stieß auf große Resonanz und war zuletzt ausgebucht. „Die MFG nimmt dies als Zeichen von großem Vernetzungs- und Kooperationsbedarf von Forschenden und Kreativen“, so Prof. Bergengruen.  

„Digitalisierung: Wohin geht die Reise für die Kultur- und Kreativwirtschaft“ war dann auch das Motto des letzten Diskussionsabends am 27. November 2018 im Stuttgarter Literaturhaus. Beim Abschlussevent der Reihe „Welten verbinden“ kamen über 100 Forschende und Kreativschaffende zusammen, darunter Prof. Dr. Dieter Hertweck vom Herman Hollerith Zentrum der Hochschule Reutlingen, dessen Projekt KonfIT-SSC als erstes im Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm 2011 beauftragt wurde.

„In zweijähriger Forschungsarbeit haben wir eine Assistenz-Software geschaffen, mit der kleine Kreativunternehmen ihren IT-Bedarf analysieren, in IT-gerechter Sprache formulieren und so passende Dienstleister finden können“, berichtet Hertweck. „Daraus entstand die Idee zum EU-Projekt DIGITRANS, in dem wir KMU mit Innovationsmethoden bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle unterstützen. Und gerade haben wir den Zuschlag vom Land erhalten, einen von zehn regionalen Digital Hubs aufzubauen. All das hat das Karl-Steinbuch-Forschungsproramm ins Rollen gebracht."

Um sicherzustellen, dass anwendungsnahe Forschung für die Kultur- und Kreativwirtschaft auch nach Abschluss des Programms weite Kreise zieht, publiziert die MFG alle Forschungsergebnisse in einer Berichtsreihe. Die „Berichte aus dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm“ sind auch online verfügbar: stiftung.mfg.de/ksf-berichtsreihe

Autorin: Ines Goldberg

Mehr Infos:

MFG Stiftung
Fotogalerie Welten verbinden 
Booklet Welten verbinden

Ansprechpartner

Dr. Andrea Buchholz
Dr. Andrea Buchholz

Leiterin Projektteam Talent- und Forschungsförderung

Unit Kultur- und Kreativwirtschaft

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