Mobile Website „Art of"

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Worum geht es in eurem Projekt?

Offen, anders, kreativ – die neue mobile Website „Art of” eröffnet neue Perspektiven auf die Kunstwerke der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, indem Besucher*innen sie auf ungewöhnliche Weise entdecken und nutzen können. Die zur täglichen Stimmung, Persönlichkeit oder zu aktuellen Trends passenden Werke finden sich in der Rubrik „Art of Wasting Time”. Eigene Kunst-Collagen und individuell aus Kunstwerken gestaltete Produkte wie Motiv-Shirts werden im Bereich „Art of Creating Stuff” gestaltet. „Art of Chit Chatting” bietet einen unterhaltsamen und kurzweiligen Zugang zur Kunst und gewährt mit Anekdoten und Fun Facts einen Blick hinter die Kulissen der Kunsthalle.

Für wen ist das Projekt und was ist der Mehrwert für das Haus?

Die mobile first Website richtet sich vorrangig an eine jüngere, nicht primär museumsaffine Zielgruppe zwischen 20 und 30 Jahren. Im Sinne des Audience Development bietet sie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe die Möglichkeit, neue Besucher*innengruppen zu erschließen. Mit der Website wird ein digitaler Raum geschaffen, der allen interessierten Usern ein individuelles Angebot liefert. Ziel ist, sie für die digitale Kunsthalle zu gewinnen und langfristig ein Publikum von morgen anzusprechen, das auch die analogen Angebote der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe wahrnimmt.

Was habt ihr erreicht?

Die Website moodfor.art ist eine zeitgemäße Website im Appdesign, die nicht nur einen kreativen Umgang mit den Kunstwerken der Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe bietet, sondern auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kunst ermöglicht. „Art of" ist als neues Angebot der digitalen Kunstvermittlung ein wichtiger Baustein der digitalen Strategie. Im Oktober 2020 wurde das Projekt Art of mit dem DigAMus-Award prämiert.

Was war die größte Herausforderung?

Eine der größten Herausforderungen im Projekt Digitale Wege ins Museum II war das Aufspüren von geeigneten Kooperationspartner*innen für unseren Atelierbereich unter „Art of Creating Stuff” und den Chatbot in der Rubrik „Art of Chit Chatting”, da diese den aktuellen Datenschutzbestimmungen entsprechen mussten.

Welche wichtigen Lessons Learned zieht ihr daraus?

Im Projekt Digitale Wege ins Museum II waren Kolleg*innen aus den Abteilungen Kommunikation und Wissenschaft, hier u.a. aus den Referaten Kunstvermittlung, Restaurierung und Dokumentation in die Content-Erstellung involviert. In der Zusammenarbeit wurden verstärkt digitale Kommunikationsmedien und Tools (z.B. Bitrix24, Trello oder MindMeister) genutzt. Dies führte zu einem Wissenszuwachs, der dem Projekt und der Verankerung der digitalen Strategie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe im gesamten Team zugutekommt.

Wie geht es weiter?

Als neuer, aber zentraler Bestandteil der digitalen Kommunikation der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe soll die Website auf inhaltlicher Ebene kontinuierlich weiterentwickelt werden: Weitere Moodtracker für „Art of Wasting Time” werden erarbeitet, neue spannende Informationen für den Chatbot unter "Art of Chit Chatting” werden ermittelt und die nachhaltige Produktpalette im Bereich „Art of Creating Stuff” wird erweitert. Weitere Informationen finden sich auf der Website und unter dem Hashtag #wastingtimewithart auf Social Media.

Was ist eure wichtigste Erkenntnis?

Der direkte Dialog mit der Zielgruppe ist unheimlich wichtig! In mehreren Fokusgruppenbefragungen tauschten wir uns mit Personen zwischen 22 und 35 Jahren über ihre Erwartungen an uns als Museum, ihre Interessen und ihre Ansprüche an digitale Anwendungen aus. Die Befragung war Erkenntnisgewinn, Korrekturmedium und Inspiration zugleich, so dass wir den Austausch nur weiterempfehlen können. Langfristig haben wir dadurch auch neue Fans für die Kunsthalle gewonnen.

Das Projekt entstand im Rahmen des Förderprogramms Digitale Wege ins Museum II des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, das sich an die staatlichen Museen des Landes richtete. Die MFG Baden-Württemberg begleitete das Programm inhaltlich: In enger Abstimmung mit den Häusern konzipierte sie bedarfsspezifische Workshops und Webinare und moderierte regelmäßige Austauschtreffen.

Kontakt

Das Projektteam: Florian Trott (Leiter Abteilung Kommunikation – Projektleitung, Idee, Konzeption und Redaktion),
Dr. Heidi Pfeiffenberger (Digitale Kuratorin – Projektmanagement, Konzeption und Redaktion), Tabea Schwarze (Presse & Digitale Kommunikation – Idee, Konzeption und Redaktion), Felicitas Hilge (Wissenschaftliche Volontärin – Konzeption und Redaktion)
 

Ansprechpartner:

Florian Trott

E-Mail: trott@kunsthalle-karlsruhe.de

Webseite: www.kunsthalle-karlsruhe.de